Sonja Marks

Sonja Marks ist eine autodidaktische Malerin, die sich in ihren Arbeiten mit inneren Zuständen des Menschen auseinandersetzt. Ihre Bilder entstehen prozesshaft und ohne feste Vorlage, folgen jedoch häufig einer grundlegenden Idee, die sich im Malprozess weiterentwickelt.

Im Mittelpunkt ihrer Arbeiten steht die Wahrnehmung innerer Zustände wie Identität, Fragilität, Widerstandskraft. Dennoch bleiben die Bilder offen und ermöglichen eine psychologische Lesart, die sich aus der Betrachtung entwickelt.

Die Arbeiten verstehen sich nicht biografisch, sondern als visuelle Räume, in denen sich persönliche Erfahrungen des Betrachtenden spiegeln können.

Rabea Medebach

Die Malerin und Sängerin Rabea Medebach ist 1983 in Zeven geboren und war bereits als Kind von den sich stets wandelnden Naturphänomenen fasziniert. Das Kunststudium mit dem Schwerpunkt Malerei an der Universität Vechta absolvierte sie mit einer gemalten Examensarbeit zu den Themen Wolken und Wasser. Diese Elemente lassen sie auch nach vielen Jahren der malerischen Auseinandersetzung bis heute nicht los. Die Leichtigkeit und Schwerelosigkeit und das nicht Greifbare, sich stetig verändernde Phänomen bildnerisch zu realisieren, bewegt die Künstlerin.

Himmel und Erde treffen aufeinander, laufen auseinander und fließen ineinander, bis sie sich in ungegenständliche Farblandschaften verlieren. Die Farbe ist in den Malereien dem Motiv übergeordnet. Sie orientiert sich an Formen aus der Natur, tritt jedoch auch autonom auf. Ihre Malerei versteht sie als Beziehung zwischen Himmel und Erde.

„Ich kann träumen ohne Schlaf und fliegen ohne Flügel, weil ich Wolken male.“     – Rabea Medebach

Ulrike Miesen-Schürmann

Ich bin Ulrike Miesen-Schürmann, Künstlerin und Dozentin für Malerei und Zeichnen (u.a. bei der VHS Lilienthal).

Meine Werke auf Leinwand, Papier oder Holz erfassen das Alte und das Aktuelle, wie eine verrostete Ölkanne oder eine frisch geerntete Tomate. Zeit und Vergänglichkeit bringen beide Themen zusammen und darüber hinaus den Betrachter zum Anhalten. So klar meine Gemälde auf den ersten Blick erscheinen, so ruhig, entspannt und konzentriert machen sie mit dem zweiten Blick alle Beteiligten: Ziel erreicht!

Durch das Malen halte ich die Zeit fest und auf, ebenso wie das Objekt oder die Szene, die morgen schon wieder ganz anders sein können.

Öl, Acryl, Aquarell, Gouache, Kreiden, Grafit und Fineliner nutze ich je nach Gefühl, Ort, Wetter, Jahreszeit und Motiv.

Mit impressionistischem Realismus tauche ich in das Objekt und seine Umgebung ein, verbinde beide, und diese so entstandene Harmonie empfängt den Betrachter.

Durch viele Abschiede und Verluste habe ich erfahren, wie wichtig es ist, diverse Bilder gemalt zu haben und weiterhin erinnerungswürdige Dinge und Szenen festzuhalten, die es irgendwann nicht mehr geben wird.

Danny Janke

 

 

Katrin Behrendt-Schottel

Meine malerischen Themen sind vielfältig, mal tauche ich in das Fließende ein, dies kann ein wallender Stoff sein, ein Meer oder einfach Farbe pur, oder ungegenständliches Arbeiten, losgelöst von der Form. Das Maskierte darzustellen, inspiriert vom Karneval in Venedig, beschäftigt mich immer wieder, Menschen mit Masken in Beziehung zu setzen, bleibt ein spannendes Thema für mich. In der Darstellung des Tanzes findet das Fließende ebenso seinen Ausdruck wie in der Farbigkeit. Ganz nah nähere ich mich einem Menschen an, wenn ich das, was ihn ausmacht, versuche, festzuhalten.

Haus 6 – Worpswede

Seit fünf Jahren existiert das Haus 6 als Pioniernutzung – provisorisch, widerständig, offen.
Was als Zwischennutzung begann, hat sich längst zu einem eigenständigen Ort entwickelt: ein Atelierhaus, ein Gemeinderaum, ein Reallabor für zeitgenössische Kunstproduktion und kontextbasierte Experimente.
Haus 6 ist kein fertiger Raum, sondern ein Prozess.
Ein Treffpunkt.
Ein Ort für Austausch, für Freundschaften, für Gemeinschaft.

Hier entstehen Arbeiten, Gespräche, Situationen – oft gleichzeitig, oft geplant, manchmal auch ungeplant, immer im Dialog mit dem Ort und seinen Bedingungen.

Und diese Bedingungen sind prekär:
Das Gebäude befindet sich weiterhin in einem baulich schwierigen Zustand. Sein Fortbestand ist noch nicht zu 100% gesichert.

Doch genau hier setzt das Engagement an:
Ein ehrenamtliches Team aus Kolleg:innen, Mitstreiter:innen und Verbündeten arbeitet auf unterschiedlichen Ebenen daran, diesen Ort zu erhalten, weiterzudenken und zugänglich zu halten.

Haus 6 ist kein Luxus.
Es ist eine Notwendigkeit.
Worpswede braucht Orte wie diesen –
als Ergänzung, als Gegenwart.
Als lebendiges, offenes Kunstwerk.

Galerie Schluh

Sigmund Schneider
https://www.siegmund-schneider.de/about_me.html

 

Andrea Christiane Spring

Andrea Christiane Spring erforscht in ihren frei assoziierten Arbeiten das Leben in all seinen spektakulären Farben. Dabei geht es der Künstlerin in erster Linie um den schöpferischen Akt selbst, als Quelle intuitiver Erfahrungen und neuer Inspirationen.

Spring erschafft damit für den Betrachtenden einen kreativen Möglichkeitsraum zur Selbsterkenntnis.

Margaret Kelley

Margaret Kelley gehört zu den bedeutenden Malerinnen in Norddeutschland. Seit über drei Jahrzehnten lebt und arbeitet sie in Worpswede und Bremen und hat in dieser Zeit ein spektakuläres Werk hervorgebracht, das die Unmittelbarkeit des Abstrakten Expressionismus in den Vereinigten Staaten von Amerika und die emotionale Tiefe des europäischen Informel in einzigartiger Farbfeldmalerei und persönlicher Sprache der Zeichen miteinander in Einklang bringt. 1991 nahm Margaret Kelley ein Stipendium in den Atelierhäusern  (Künstlerhäusern/Martin Kausche Ateliers) in Worpswede an – und blieb schließlich für immer. Die Bewegung zwischen Höhen und Tiefen, zwischen Krisen und Harmonien hat aus Margaret Kelley eine Malerin gemacht, die sich ganz einbringt. Ihr Werk ist ohne Halbheit, ohne jede Konzession. (Text: Dr. Jürgen Fitchen)

Schauen Sie sich den Film über Margaret Kelley bei You Tube an.

Hartmut Ernst Balke

Scherben und anderes

Diesen Winter kam die Lust am Verwenden von Blattmetall in den Arbeiten, vielleicht als Gegenpol zum sonst vorherrschenden Schwarz. Themen sind die Mittel selbst, Linie, Fläche und Farbe sowie Mensch, Welt, Dinge und Emotionen.