Claudia Craemer

Objekte in Rakubrand
Der Rakubrand ist eine Technik aus Japan, in der bewusstes Gestalten und zufälliges Geschehen einzigartige Formen und Farben erzeugen. Diese Objekte, die Assoziationen an Holz oder Metall zulassen, gehen weit über den reinen Gebrauchswert hinaus. Ihre archaische Ausstrahlung lässt sie wie archäologische Fundstücke erscheinen, an denen Mensch und Natur gleichermaßen mitgestalten.

Christel Schäfer-Pieper

Die Arbeiten in meiner Werkstatt entstehen ausschließlich auf der Drehscheibe und umfassen die Gebrauchskeramik, sowie Einzelstücke. Als Material wird Steinzeugton verwendet, der mit Feldspatglasuren überzogen und bei 1260° gebrannt wird. Für eine edle Ausstrahlung der schlichten Formen sorgt ein Glanzgoldauftrag, welcher ein zusätzliches Brennverfahren bei 800°C benötigt. Mein Anliegen besteht darin, Menschen mit schönen Dingen aus Keramik zu umgeben, die für den Gebrauch gemacht sind.

Rolf Kaestner

RAKU (jap.楽焼, rakuyaki) ist ursprünglich eine japanische Töpfertechnik, bei der die Keramik glühend aus dem Ofen genommen wird. Eine Reduktion der Glasur in Sägespänen schließt sich an. Beim RAKU-Brand im offenen Feuer entstehen einzigartige Glasuren. Kein Stück sieht wie das andere aus. Typisch für RAKU – Ware sind die feinen Glasurrisse, das Craquelé. Beim Brennprozess spielt der Zufall eine bedeutende Rolle. Mit  zunehmender  Erfahrung wird er aber – in gewissen Grenzen – steuerbar. Zu erleben, welche Farbspiele sich aus einer einzigen Glasur ergeben können, ist für mich immer wieder faszinierend.